Vier Schritte in die Wolken

Originaltitel:
4 passi fra le nuvole
Alternativtitel:
Die Lüge einer Sommernacht
Regie:
Alessandro Blasetti
Autor:
Aldo de Benedetti
Cesare Zavattini
Alessandro Blasetti
Pero Tellini
Land: I
Jahr: 1942
Länge: 89 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Gino Cervi (Paolo Verante), ca. 30 Jahre, Vertreter einer Süßwarenfirma, entrinnt seiner keifenden Frau (Giuditta Rissone) bei seiner Reisearbeit. Im Zug setzt er sich für die junge Adriana Benetti (Maria) ein, als sie ihre Fahrkarte nicht findet. Im Bus nach Castelpiano trifft er sie wieder. Unterwegs steigen sie gemeinsam aus; sie auf dem Weg nach Hause, bittet ihn, ihren Ehemann zu mimen, denn sie erwartet ein Kind, dessen Vater sich abgesetzt hat. Der gutmütige Cervi macht mit. Doch im Hause ihrer Eltern kann er nicht gleich weg – er zieht aber aus dem Schlafzimmer aus. Tags darauf findet die Familie ein Photo, das Cervi mit seiner richtigen Familie zeigt. Cervi gesteht die Wahrheit. Der Vater will Benetti verstoßen, doch Cervi verteidigt sie mit einer Brandrede.  Benetti darf bleiben. Cervi nimmt den Bus und kehrt in die Stadt zurück, wo ihn sein gewohntes Alltagsleben erwartet.

Alle Figuren leben in ihrer Welt und verkörpern sie glaubhaft, aber Cervi, in seiner Güte, nimmt eine fast überirdische Ausnahmestellung ein – jeden anderen hätte seine Ehe verhärtet. Ein warmherziges Meisterwerk des italienischen Kinos, erst nach dem Krieg in Deutschland gezeigt und Gegenstand mehrerer Remakes.

Mit Guido Celano (Pasquale, Marias Bruder), Giacinto Molteni (Großvater Matteo), Aldo Silvani (Luca, ihr Vater), Margherita Seglin (Luisa, ihre Mutter), Carlo Romano (Antonio, Buschauffeur), Lauro Gazzolo (Zugschaffner).

Gino Cervi (Paolo Verante), about 30, a salesman for a confectionery company, escapes from his nagging wife (Giuditta Rissone) during his travelling job. On the train, he intercedes for young Adriana Benetti (Maria) when she cannot find her ticket. He meets her again on the bus to Castelpiano. On the way they get off together; she on her way home, asks him to mime her husband because she is expecting a child whose father has absconded. The good-natured Cervi goes along. But at her parents‘ house he can’t leave right away – but he moves out of the bedroom. The next day, the family finds a photo showing Cervi with his real family. Cervi confesses the truth. The father wants to disown Benetti, but Cervi defends her with a fiery speech.  Benetti is allowed to stay. Cervi takes the bus and returns to the city, where his usual everyday life awaits him.

All the characters live in their world and embody it believably, but Cervi, in his goodness, occupies an almost supernatural exceptional position – his marriage would have hardened anyone else. A warm-hearted masterpiece of Italian cinema, only shown in Germany after the war and the subject of several remakes.

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