Rittmeister Wronski

Regie:
Ulrich Erfurth
Autor:
Axel Eggebrecht
Michael Graf Soltikow
Land: BRD
Jahr: 1954
Länge: 98 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Warschau 1934: Der Rittmeister Willy Birgel (Igor Wronski) bewirbt sich bei Rudolf Forster (Oberst Maty) als Spion in Berlin. Dort unschwärmen ihn die Damen im Reichswehrministerium. Sekretärin Irene von Meyendorff (Liane von Templin) wird seine  Geliebte. Wichtiger noch: Ilse Steppat (Leonore von Cronberg), Nichte von Paul Hartmann (Oberst Ranke), Chefsekretärin der Abteilung Panzerplanung. Die durchschaut ihn, besorgt ihm dennoch die deutschen Rüstungspläne. Die Polen sind zufrieden und unterzeichnen 1934 einen Nichtangriffspakt mit den Deutschen. Da Birgel jedoch auch für die Deutschen arbeiten musste, um an die Pläne zu gelangen, wird er abberufen. In Deutschland kommen seine Informantinnen vor den Volksgerichtshof und werden zum Tode verurteilt. Auch Birgel wird verhaftet. Er kommt wieder frei und erschießt sich am Ende.

Der Film will es mit keinem verderben. Nicht mit den Polen, deren Spionage unangestrengt klassisch und fast liebenswürdig ist, nicht mit den Deutschen, deren Aufmarschpläne für die Polen „beruhigend“ sind, und selbst die Nazis werden kaum ausgefahren. Es muss einen Grund gegeben haben, sich von dem realen Geschehen um den Spion Sosnowski zu distanzieren – doch er macht den Film unverbindlich und manchmal szenisch mißlungen. Ein Ersatzmelodram.

Mit Elisabeth Flickenschildt (Jadwiga), Claus Holm (Dornbusch), Olga Tschechowa (Frau von Eichhoff), Volker von Collande (Major Kegel), Charles Regnier (Vorsitzender des Volksgerichtshofs).

Warsaw, 1934: Cavalry Captain Willy Birgel (Igor Wronski) applies to Rudolf Forster (Colonel Maty) for a post as a spy in Berlin. There, he is feted by the ladies at the Reichswehr Ministry. Secretary Irene von Meyendorff (Liane von Templin) becomes his mistress. More importantly, there is Ilse Steppat (Leonore von Cronberg), niece of Paul Hartmann (Colonel Ranke) and chief secretary of the Armoured Vehicles Planning Department. She sees right through him, yet still manages to obtain the German armaments plans for him. The Poles are satisfied and sign a non-aggression pact with the Germans in 1934. However, as Birgel also had to work for the Germans in order to obtain the plans, he is recalled. Back in Germany, his female informants are brought before the People’s Court and sentenced to death. Birgel is also arrested. He is eventually released and ultimately shoots himself.

The film does not wish to alienate anyone. Not the Poles, whose espionage is effortlessly conventional and almost endearing; not with the Germans, whose deployment plans are ‘reassuring’ for the Poles; and even the Nazis are hardly criticised. There must have been a reason to distance the film from the real-life events surrounding the spy Sosnowski – yet this makes the film non-committal and, at times, scenically unsuccessful. A substitute melodrama.

 

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