Nomadland

Regie:
Chloé Zhao
Autor:
Chloé Zhao
Land: USA
Jahr: 2020
Länge: 104 min.
Format: 2,39 : 1
in Farbe

Nevada 2011. In der Stadt Empire wird das Gipsplattenwerk, der einzige Betrieb des Ortes, geschlossen. Die Stadt verschwindet als Einheit. Ihr Mann, der dort gearbeitet hatte, ist gestorben, und so bricht sich die etwa 60jährige Frances McDormand (Fern) mit dem Van, in dem sie künftig lebt, zur Wanderschaft auf. Sie lebt von Gelegenheitsjobs, Saisonarbeit zu Amazon an Weihnachten, Sanitärräume reinigen in den Badlands, Zuckerrübenernte, Arbeit in Restaurants. Dabei lernt sie, daß viele so leben wie sie. Es gibt einen jährlichen Treff, das Rubber Tramp Rendezvous, im Ödland. Sie besucht ihren guten Bekannten David Strahairn (Dave), der zu seiner Familie zurückgekehrt ist, bleibt aber nicht, und als ihr Van repariert werden muß, den sie seiner Einrichtung wegen nicht aufgeben kann, holt sie sich das Geld von ihrer Schwester. Auch dort bleibt sie nicht. Sie besucht noch einmal Empire, denkt an das Leben mit ihrem Mann; dann zieht sie weiter.

Eine Art überhöhte Dokumentation der Lebensweise der Protagonisten. Die Erkenntnis, ein reisender Gast auf Erden zu sein, beengt und erhöht sie zugleich. Doch der Film muß sich in den gleichen Grenzen bewegen: mit Affinität zu dieser Lebensweise steigt der Genuß daran – er ist jedoch für Nichtaffine hochprofessionell und ambitioniert gut anzusehen. 2021 Preis der amerikanischen Filmakademie als „Bester Film“.

Mit Linda May (sie selbst), Gay DeForest (er selbst), Patricia Grier (sie selbst), Angela Reyes (sie selbst), Bob Wells (er selbst), Charline Swankie (sie selbst).

Nevada 2011. In the town of Empire, the gypsum board factory, the only business in town, closes. The town disappears as an entity. Her husband, who had worked there, has died, and so Frances McDormand (Fern), about 60 years old, sets out to wander with the van in which she will henceforth live. She lives from odd jobs, seasonal work on Amazon at Christmas, cleaning sanitary rooms in the Badlands, harvesting sugar beet, working in restaurants. In the process, she learns that many live like her. There is an annual gathering, the Rubber Tramp Rendezvous, in the Badlands. She visits her good acquaintance David Strahairn (Dave), who has returned to his family, but doesn’t stay, and when her van needs repairing, which she can’t give up because of its interior, she gets the money from her sister. She doesn’t stay there either. She visits Empire once more, thinks about life with her husband; then she moves on.

A kind of elevated documentation of the protagonists‘ way of life. The realisation of being a travelling guest on earth both constricts and elevates them. But the film has to stay within the same boundaries: with affinity to this way of life, the enjoyment of it increases – but it is highly professional and ambitiously good to look at for the non-affine. 2021 American Film Academy Award for „Best Film“.

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