Liebe will gelernt sein

Regie:
Kurt Hoffmann
Autor:
Erich Kästner
Vorlage:
"Zu treuen Händen", 1948, St
Autor Vorlage:
Melchior Kurtz = Erich Kästner
Land: BRD
Jahr: 1963
Länge: 90 min.
Format: 1,66 : 1
schwarz-weiß

München 1962. Der erfolgreiche Schriftsteller Martin Held (Christoph Mylius) erhält Besuch von seiner Schwester Fita Benkhoff (Ilse Lehmbruck) aus Nordrhein-Westfalen. Die überredet ihn, ihren Sohn, den Medizinstudenten  Götz George (Hansgeorg Lehmbruck) bei sich aufzunehmen, um ihm  auch als Berater bei amourösen Dingen beizustehen. George kommt gerne zu seinem Onkel, der mit der attraktiven Schauspielerin Barbara Rütting (Hermine Schack) eine Affäre hat. Doch auch ihm verschweigt er seine Freundin Loni von Friedl (Margot Zimmermann), die in Schwabing eine Leihbücherei betreibt und die er schon von daheim kennt. Benkhoff heiratet ihrerseits den Landgerichtsdirektor Bruno Hübner (Eberhard Feldhammer) und kommt mit ihm nach München. Dort präsentiert George schließlich von Friedl als Verlobte. Benkhoff ist erst empört, auch, weil ein zweijähriger Enkel schon in der Küche spielt. Doch dann finden sich alle bei der standesamtlichen Trauung in der Mandlstraße….

Dieser durch und durch Münchner Film wurde seltsamerweise in den Spandauer Ateliers in Berlin gedreht, mit Außenaufnahmen in den Ateliers von Geiselgasteig. Er ist gepflegt und hat sowohl einen Hauch von Geist als auch einen Hauch von Spießigkeit. Sein größtes Problem: alle Figuren reden wie Erich Kästner und die Schauspieler, ganz große sind nicht darunter, kommen dagegen ebensowenig an wie Kurt Hoffmann, der als Regisseur sonst eine Handschrift hat. Die einzige Ausnahme: Fita Benkhoff ist stark genug, Fita Benkhoff zu bleiben und liefert damit die beste Leistung.

Mit Grit Böttcher (Dora Krell), Margarete Haagen (Frau Krüger), Charles Regnier (Ferdinand Kramer, Filmregisseur), Herta Saal (Haushälterin Nelly), Ralf Wolter (Regieassistent Müller), Blandine Ebinger (Lydia Bretschneider), Agnes Windeck (Kundin der Leihbücherei), Franz Frölich (Anwandner, Briefträger).

Munich 1962: The successful writer Martin Held (Christoph Mylius) receives a visit from his sister Fita Benkhoff (Ilse Lehmbruck) from North Rhine-Westphalia. She persuades him to take in her son, the medical student Götz George (Hansgeorg Lehmbruck), to help him with amorous matters. George is happy to come to his uncle, who is having an affair with the attractive actress Barbara Rütting (Hermine Schack). But he also keeps quiet about his girlfriend Loni von Friedl (Margot Zimmermann), who runs a lending library in Schwabing and whom he already knows from home. Benkhoff, for her part, marries the district court director Bruno Hübner (Eberhard Feldhammer) and comes to Munich with him. There George finally presents von Friedl as his fiancée. Benkhoff is outraged at first, also because a two-year-old grandson is already playing in the kitchen. But then they all find each other at the civil wedding in Mandlstraße….

This thoroughly Munich film was shot, oddly enough, in the Spandau studios in Berlin, with exterior shots in the Geiselgasteig studios. It is neat and has both a touch of spirit and a touch of stuffiness. Its biggest problem: all the characters talk like Erich Kästner and the actors, not including any great ones, don’t come across as Kurt Hoffmann, who otherwise has a signature as a director. The only exception: Fita Benkhoff is strong enough to remain Fita Benkhoff and delivers the best performance.

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