Falstaff in Wien

Regie:
Leopold Hainisch
Autor:
Max Wallner
Kurt Feltz
Vorlage:
"Die lustigen Weiber", N
Autor Vorlage:
Robert Hohlbaum
Land: D
Jahr: 1940
Länge: 91 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Wien 1846. Wolf Albach-Retty (Baron Robert von Weitenegg) führt ein lustiges Leben; zum Kummer seines Onkels Gustav Waldau (Graf Sedlnitzky), des Chef-Zensors des Hofes. Bevor er ihn entlässt, bekommt er die Chance, seinen Freund, Komponist Hans Nielsen (Otto Nicolai) mit Aribert Wäscher (Petro Ballocchino) zu versöhnen, dem Direktor des Kärtnertortheaters, dem Nielsen eine versprochene Oper nicht geliefert hat. Da reist die 18jährige Gusti Wolf (Mizzi Stadelmeier) an, die Nichte des k.uk. Hofschneiders Paul Hörbiger (Josef Sturm), der an Nielsen vermietet hat. Sie will Sängerin werden, Albach-Retty, der Charmeur, ist gleich entflammt und schickt sie zu Wäscher, der gewohnheitsmässig den Frauen nachsteigt. Der kompromittiert sie und ihre Tante Lizzi Holzschuh (Teresia Sturm); beider Racheplan führt zu einer nächtlichen Bloßstellung Wäschers; Nielsen baut den abendlichen Streich in seine Oper „Die lustigen Weiber“ ein; Wäscher lehnt diese Oper ab. Paul Otto (Graf Redern), Intendant der Hoftheater in Berlin, sichert sich das Werk, das im März 1849 erfolgreich aufgeführt wird – mit dem Gesang von Wolf, auf die sich Nielsen Hoffnungen macht, die sich aber Albach-Retty zuwendet.

Turbulente und witzige, aber sehr freie Darstellung der Entstehungsgeschichte von Nicolais „lustigen Weibern“, welche zur Übersiedlung des bedeutenden Komponisten nach Berlin führten. Albach-Retty, Wolf, Hörbiger brillieren in Spiellaune – nichts wird ernst genommen; verwunderlich für Robert Hohlbaum, den deutschnationalen Autor der Vorlage. Eine spritzige Trouvaille.

Mit Bruno Hübner (Schlögl, 2. Kapellmeister), Senta Foltin (Demoiselle Leonie), Karl Hellmer (Schanderl, Theaterdiener), Karl Etlinger (Mödlinger, Bürovorstand der Zensurkanzlei).

Vienna 1846. Wolf Albach-Retty (Baron Robert von Weitenegg) leads a merry life; to the chagrin of his uncle Gustav Waldau (Count Sedlnitzky), the chief censor of the court. Before dismissing him, he gets a chance to reconcile his friend, composer Hans Nielsen (Otto Nicolai) with Aribert Wäscher (Petro Ballocchino), the director of the Kärtnertortheater, to whom Nielsen has failed to deliver a promised opera. Then the 18-year-old Gusti Wolf (Mizzi Stadelmeier) arrives, the niece of the k.uk. Court tailor Paul Hörbiger (Josef Sturm), who has rented to Nielsen. She wants to become a singer, Albach-Retty, the charmer, is immediately inflamed and sends her to Wäscher, who habitually pursues women. He compromises her and her aunt Lizzi Holzschuh (Teresia Sturm); both of their revenge plans lead to a nocturnal exposure of Wäscher; Nielsen incorporates the evening practical joke into his opera „Die lustigen Weiber“; Wäscher rejects this opera. Paul Otto (Count Redern), artistic director of the court theaters in Berlin, secures the work, which is successfully performed in March 1849 – with the singing of Wolf, whom Nielsen has hopes for, but who turns to Albach-Retty.

Turbulent and witty, but very loose account of the genesis of Nicolai’s „Merry Wives“, which led to the eminent composer’s move to Berlin. Albach-Retty, Wolf, Hörbiger shine in playful mood – nothing is taken seriously; surprising for Robert Hohlbaum, the German nationalist author of the original. A lively trouvaille.

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