Elisabeth und der Narr

Regie:
Thea von Harbou
Autor:
Walter Reimann
Land: D
Jahr: 1934
Länge: 73 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Meersburg am Bodensee. Klosterzögling Hertha Thiele (Elisabeth Dietrich) umkreisen drei Männer: der Organist Theodor Loos (Herr Thomas), der Maler Eduard Wesener (Edgar Waldorf) und der geistig behinderte Rudolf Klein-Rogge (Michele), vor dem Loos Thiele stets warnt. Als Thieles Vater Fritz Alberti (Bankier Dietrich), auf der Flucht nach der Pleite seines Berliner Bankhauses, eine Stippvisite macht, attackiert ihn Wesener, der bei ihm Geld verloren hat, und  Klein-Rogge erschießt ihn heimlich durchs Fenster. Loos meint, Wesener sei der Täter. Klein-Rogge aber bezichtigt Loos. Wesener versteckt sich bei Schaustellern als Schnellmaler ‚Antonio Rubino‘. Doch er stellt sich, als er hört, Loos sei verhaftet worden. Thiele ist ins Kloster gegangen. Klein-Rogge stürzt von der Kirchen-Empore hinab und gesteht sterbend Thiele, daß er der Mörder sei.

Ein konzeptionslos zusammengeschusterter Stoff, dessen Realisierung wohl improvisiert wurde, ruiniert die zweite Filmregie von Thea von Harbou. Nichts in der Handlung überzeugt auch nur ansatzweise. Dagegen kann die gute Besetzung nicht an.  Seltsamerweise, in der Angst, das Publikum werde etwas ernst nehmen, befasste sich die Zensur ausführlich mit dem Werk…

Mit Erna Morena (die Äbtissin), Else Ehser (Hörnlein, Haushälterin), Oskar Höcker (Zirkusdirektor), Klaus Pohl (August, Clown).

Meersburg on Lake Constance. Three men circle around convent pupil Hertha Thiele (Elisabeth Dietrich): organist Theodor Loos (Mr Thomas), painter Eduard Wesener (Edgar Waldorf) and the mentally disabled Rudolf Klein-Rogge (Michele), whom Loos constantly warns Thiele about. When Thiele’s father Fritz Alberti (banker Dietrich), on the run after the bankruptcy of his Berlin bank, pays a flying visit, Wesener, who has lost money with him, attacks him and Klein-Rogge secretly shoots him through the window. Loos believes Wesener is the perpetrator. Klein-Rogge, however, accuses Loos. Wesener hides among showmen as the quick painter “Antonio Rubino”. But he turns himself in when he hears that Loos has been arrested. Thiele has entered a monastery. Klein-Rogge falls from the church gallery and, dying, confesses to Thiele that he is the murderer.

A haphazardly cobbled together plot, whose realisation was probably improvised, ruins Thea von Harbou’s second film as a director. Nothing in the plot is even remotely convincing. Even the good cast cannot compensate for this.  Strangely enough, fearing that the audience would take something seriously, the censors dealt with the work in detail…

 

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