Ein verborgenes Leben

Originaltitel:
A Hidden Life
Regie:
Terrence Mallick
Autor:
Terence Mallick
Land: USA
Jahr: 2019
Länge: 166 min.
Format: 2,35 : 1
in Farbe

St. Radegund, Ostmark, 1939. August Diehl (Franz Jägerstätter), Vater von drei kleinen Töchtern, verheiratet mit Valerie Pachner (Franziska), treibt seine Landwirtschaft um. Er wird 1940 zur Grundausbildung in die Wehrmacht nach Enns einberufen. Nach der Kapitulation Frankreichs darf er wieder nach Hause. Doch der Krieg geht weiter. Diehl, der den Krieg mittlerweile für verbrecherisch hält, wartet auf seine Einberufung. Er versucht vergeblich, von der Kirche Rat zu erhalten. Er wird von Dorfbewohnern auf die Gefahr seiner Haltung hingewiesen. Wieder in Enns eingezogen, verweigert er den Eid auf Adolf Hitler. Erst kommt er in Arrest. Die Familie daheim wird von den Dorfbewohnern geächtet. 1943 wird er nach Berlin in die Haftanstalt Tegel verlegt. Sein Verteidiger im Prozess wegen Wehrkraftzersetzung legt ihm nahe, einem Sanitätsdienst in der Wehrmacht zuzustimmen. Dann werde die Anklage fallen gelassen. Er weigert sich. Im Prozess wird er zum Tode verurteilt. Pachner erhält die Nachricht und kommt ihn mit dem Pfarrer seines Ortes besuchen. Im August wird er hingerichtet.

Ein dreistündiges Passionsalbum mit eingeklebten Seligenbildern. Über seinen Helden Jägerstetter ist einiges bekannt, aber wir erfahren kaum etwas über ihn, und manches davon ist schief. Mallick schwelgt in Landschaftsbildern, Idyllen und Kamerabewegungen. Statt Dialogen sagt einer einen Satz – dann folgt eine neue Szene. Der Zuschauer leidet am Film, und meint, in einer Passion müsse das so sein. Der einzige Trost: Die Besetzung ist gut, auch wenn das nicht zu Tragen kommt.

Mit Maria Simon (Resi Schwaninger), Karin Neuhäuser (Rosalia Jägerstetter), Tobias Moretti (Pfarrer Fürthauer), Franz Rogowski (Waldland), Bruno Ganz (Richter Lueben).

St. Radegund, Ostmark, 1939. August Diehl (Franz Jägerstätter), father of three small daughters, married to Valerie Pachner (Franziska), drives his farm around. He is called up for basic training in the Wehrmacht in Enns in 1940. After the capitulation of France, he is allowed to return home. But the war continues. Diehl, who by now considers the war to be criminal, waits for his call-up. He tries in vain to get advice from the church. He is warned by villagers of the danger of his stance. Recalled to Enns, he refuses to take the oath of allegiance to Adolf Hitler. First he is put under arrest. The family at home is ostracised by the villagers. In 1943 he is transferred to the Tegel prison in Berlin. His defence lawyer at the trial for subversion of military strength suggests that he agree to do medical service in the Wehrmacht. Then the charges would be dropped. He refuses. At the trial he is sentenced to death. Pachner receives the news and comes to visit him with the pastor of his village. In August he is executed.

A three-hour Passion album with pasted-in images of the blessed. A lot is known about his hero Jägerstetter, but we hardly learn anything about him, and some of it is skewed. Mallick revels in landscape images, idylls and camera movements. Instead of dialogue, someone says a sentence – then a new scene follows. The viewer suffers from the film, and thinks that this is how it has to be in a passion. The only consolation: the cast is good, even if that doesn’t come to bear.

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