Ehe im Schatten

Regie:
Kurt Maetzig
Autor:
Kurt Maetzig
Idee:
Hans Schweikart
Land: D
Jahr: 1947
Länge: 100 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Berlin 1933. Die junge Schauspielerin Ilse Steppat (Elisabeth Maurer) hat ihren beruflichen Durchbruch am Künstlertheater in „Kabale und Liebe“. Zwei Männer werben um sie: ihr Kollege Paul Klinger (Hans Wieland) und Claus Holm (Dr. Herbert Blohm). Als Holm eine Stellung im neugegründeten Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda annimmt, weist die –jüdische – Steppat ihn ab. Sie heiratet Klinger. Doch spielen darf sie bald nicht mehr: Intendant Hans Leibelt (Fehrenbach) muß sie gegen seinen Willen entlassen. Zunehmend, da Klinger nicht auswandern will, führt sie ein Schattendasein und kann an seinem zunehmenden Erfolg nicht teilhaben. Als Jüdin in einer Mischehe ist sie zunächst nicht direkt bedroht. Nach einem Großerfolg in einem Kinofilm, es ist bereits 1943, nimmt Klinger Steppat mit zur Premiere. Nach dem Film stellt Holm sie dem Promi Staatsekretär Lothar Firmans vor, dem sie ausnehmend gut gefällt, der aber umso empörter ist, später zu erfahren, sie sei Jüdin. Holm soll das bereinigen und drängt Klinger zur Scheidung. Der lehnt ab, und da er weiß, daß Steppat keine Schonung mehr erfahren würde, mischt er beiden eine Überdosis Schlafmittel in den Sekt. Sie bemerkt es und lobt ihn, das habe er gut gemacht.

Ein makelloser Film. Das wirksamste Mittel gegen den Nationalsozialismus: eine glaubhafte und beispielhafte Schicksalsgeschichte, ohne Längen, deren Sentiment nicht prononciert wird, sondern sich von selbst ergibt und die ohne politische Deklarationen auskommt. Inspiriert von der Biographie des Schauspielers Joachim Gottschalk, der nach dem Film „Die schwedische Nachtigall“ mit seiner Frau den Freitod suchte, weil sie nach Theresienstadt deportiert werden sollte.

Mit Alfred Balthoff (Kurt Bernstein), Willi Prager (Dr. Leo Silbermann), Karl Hellmer (Gallenkamp), Lotte Lieck (Frau Hallwig), Gerda Malwitz (Ruth Hallwig), Walter Werner (Paul Hofbauer).

Berlin 1933. The young actress Ilse Steppat (Elisabeth Maurer) has her professional breakthrough at the Künstlertheater in „Kabale und Liebe“. Two men court her: her colleague Paul Klinger (Hans Wieland) and Claus Holm (Dr Herbert Blohm). When Holm accepts a position in the newly founded Ministry for Popular Enlightenment and Propaganda, the -Jewish – Steppat rejects him. She marries Klinger. But soon she is no longer allowed to play: Intendant Hans Leibelt (Fehrenbach) has to dismiss her against his will. Increasingly, as Klinger does not want to emigrate, she leads a shadowy existence and cannot share in his increasing success. As a Jew in a mixed marriage, she is not directly threatened at first. After a major success in a cinema film, it is already 1943, Klinger takes Steppat to the premiere. After the film, Holm introduces her to the propaganda ministry state secretary Lothar Firmans, who likes her exceptionally well, but is all the more outraged to learn later that she is Jewish. Holm is supposed to sort this out and urges Klinger to get a divorce. He refuses and, knowing that Steppat would no longer be spared, he mixes both of them an overdose of sleeping pills in the champagne. She notices and praises him, saying he did a good job.

A flawless film. The most effective remedy against National Socialism: a believable and exemplary story of fate, without lengths, whose sentiment is not pronounced but arises of its own accord and which does without political declarations. Inspired by the biography of the actor Joachim Gottschalk, who sought suicide with his wife after the film “ Die schwedische Nachtigall“ because she was to be deported to Theresienstadt.

 

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