Die Privatsekretärin
Jahr: 1931
Länge: 84 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß
Berlin. Direkt vom Bahnhof begibt sich Renate Müller (Vilma Förster) in die Mädchenpension von Gertrud Wolle (Frau Walter). Die Mädchen dort lachen sie aus, aber sie bewirbt sich zielstrebig bei der „Wirtschaftsbank“ und bezirzt Personalchef Ludwig Stoessel (Klapper), ihr eine Stellung zu geben. Als sie die hat, lässt sie ihn abblitzen. Sie will einen reichen Mann. Ohne zu wissen, wer er ist, macht sie die Bekanntschaft von Hermann Thiemig (Bankdirektor Arvai), geht mit ihm des Abends in Webers Festsäle, weil sie ihren Kollegen Felix Bressart (Hasel) mit seinem Chor hören will. Bressart ist verblüfft – und verrät unwillentlich, wer Thiemig ist. Betroffenheit von ihrer Seite. Doch Bressart hilft in den nächsten Tagen nach und Thiemig hat sie zu seiner Verblüffung als Privatsekretärin. Happyend.
Dieser damalige Großerfolg erzählt nicht nur eine Groschenliebesgeschichte in sehr charmanter Form: er überhöht sie nahezu zur Abstraktion – ein Spiel zwischen drei Personen. Dabei ist Bressart nur Katalysator, aber er trägt den Film und gibt ihm den Reiz, während Thiemig und Müller harmlose Statisten bleiben.
Lieder: „Ich bin ja heut so glücklich“, „Ich hab ne alte Tante“, Mein Herz hab ich gefragt“, „Von der Arbeit seiner Hände“, Text: Robert Gilbert, Musik: Paul Abraham.
Berlin. Straight from the train station, Renate Müller (Vilma Förster) goes to Gertrud Wolle’s (Mrs Walter) boarding house for girls. The girls there laugh at her, but she determinedly applies for a job at the ‘Wirtschaftsbank’ and charms personnel manager Ludwig Stoessel (Klapper) into giving her a position. Once she has it, she rejects him. She wants a rich man. Without knowing who he is, she meets Hermann Thiemig (bank director Arvai) and goes with him to Weber’s ballroom in the evening because she wants to hear her colleague Felix Bressart (Hasel) sing with his choir. Bressart is astonished – and unwittingly reveals who Thiemig is. She is shocked. But Bressart helps her over the next few days and, to his amazement, Thiemig hires her as his private secretary. Happy ending.
This huge success at the time not only tells a penny dreadful love story in a very charming way: it almost elevates it to abstraction – a game between three people. Bressart is only a catalyst, but he carries the film and gives it its appeal, while Thiemig and Müller remain harmless extras.