Die Nacht gehört uns

Regie:
Carl Froelich
Autor:
Walter Reisch
Walter Supper
Vorlage:
"La nuit est à nous", 1925, St
Autor Vorlage:
Henry Kistemaeckers
Land: D
Jahr: 1929
Länge: 105 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Sizilien. Die Berliner Diavolo Werke trimmen probehalber ihre Rennwagen für den großen Preis von Sizilien und setzen dabei auf ein neues Modell M. Die Probe wird über Telefon zwischen Palermo und Berlin direkt verfolgt. Am Steuer sitzt Charlotte Ander (Bettina Bang). Der Kontakt zu ihr reisst ab. In der Höllenkurve ist sie in einen Abhang gestürzt. Der Globetrotter Hans Albers (Harry Bredow) ist in der Nähe, bringt sie in einen kleinen Ort, wacht die Nacht an ihrem Lager. Doch sie erwacht erst, als er schon weg ist. Berlin. Beim Pferderennen engagiert Walter Janssen (Marten), Direktor der Automobilwerke, Albers als Fahrer. Ander, inzwischen am Schreibtisch, nimmt seine Personalien auf, mag ihn aber nicht. Sie träumt vom unbekannten Retter. Doch er nähert sich ihr penetrant, gibt sich zu erkennen. Nun will sie ihn. Bei einer Abendgesellschaft bestellt ihn sein Rechtsanwalt Julius Falkenstein (Dr. Ehrenstein) in sein Büro. Albers bittet ihn, für seine Scheidung zu sorgen. An dem Abend im Hotel in Sizilien, als die Verlobung zwischen Albers und Anders gefeiert werden soll, erfährt Ander, daß Albers Frau Berthe Ostyn (Frau Bredow) im Hotel ist. Sie weiß nicht, daß Ostyn sich von Albers nur verabschieden will. In Panik springt sie in den Rennwagen und will in den Tod rasen. Albers kann sie in letzter Minute abfangen.

Dieser Tonfilmpionier atmet in seiner Geschichte einen Geist, der schon in den 20er Jahren veraltet war – die Nacht, die „uns gehört“ und die alles auslöst, war die Nachtwache am Bett der Verunglückten. Sie basiert auf einem Stück des Vielschreibers Kistemaeckers, einem Kind des 19. Jahrhunderts. So sind die Gefühle irreal, und die Charaktere gestanzt. Die Inszenierung ist weniger statisch und es gibt einen teils dynamischen Schnitt. Ob die etwa 20 Minuten, die in der besichtigten Fassung fehlen, den Film verbessern oder verschlechtern, ist offen.

Mit Otto Wallburg (Bettinas Vater), Ida Wüst, Lucie Englisch (Damen auf der Abendgesellschaft).

Lied: „Warst Du mir treu“, Musik: Charles Gounod„Mit dem Herzen darf man nicht spielen“, Musik: Luigi Bernauer Text: Franz Grothe

Sicily. The Berlin Diavolo Werke trim their racing cars for the Sicilian Grand Prix on a trial basis, using a new Model M. The test is followed directly via telephone between Palermo and Berlin. Charlotte Ander (Bettina Bang) is at the wheel. Contact with her breaks off. In the Höllenkurve she has crashed into a slope. The globetrotter Hans Albers (Harry Bredow) is nearby, takes her to a small town, spends the night at her camp. But she only wakes up when he is already gone. Berlin. At the horse race, Walter Janssen (Marten), director of the automobile works, hires Albers as a driver. Ander, meanwhile at her desk, takes his particulars but does not like him. She dreams of the unknown saviour. But he approaches her penetratingly, makes himself known. Now she wants him. At an evening party, his lawyer Julius Falkenstein (Dr. Ehrenstein) calls him into his office. Albers asks him to arrange for his divorce. On the evening at the hotel in Sicily when the engagement between Albers and Anders is to be celebrated, Ander learns that Albers‘ wife Berthe Ostyn (Frau Bredow) is at the hotel. She does not know that Ostyn only wants to say goodbye to Albers. In a panic, she jumps into the racing car and wants to race to her death. Albers is able to intercept her at the last minute.

This sound film pioneer breathes a spirit in his story that was already outdated in the 1920s – the night that „belongs to us“ and that triggers everything was the vigil at the bedside of the accident victim. It is based on a play by the prolific writer Kistemaeckers, a child of the 19th century. So the emotions are unreal, and the characters punched. The staging is less static and there is some dynamic editing. Whether the 20 minutes or so missing from the version viewed improve or worsen the film is an open question.

 

 

 

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