Die Königin und der Leibarzt

Originaltitel:
En kongelik affaere
Regie:
Nikolaj Arcel
Autor:
Rasmus Heisterberg
Nikolaj Arcel
Vorlage:
"Prinsesse af blodet", 2000, R
Autor Vorlage:
Bodil Steensen-Leth
Land: DK
Jahr: 2012
Länge: 132 min.
Format: 2,35 : 1
in Farbe

Celle, Mai 1775. Die verbannte dänische Königin Alicia Vikander (Caroline Mathilde) schreibt ihren Kindern nach Dänemark, um Verständnis für ihre Geschichte zu finden. England 1766. Vikander bereitet die Reise vor, um den jungen König Mikkel Boe Foelsgaard (Christian VII) zu heiraten. Der empfängt sie desinteressiert und erweist sich  als verhaltensauffällig. Er bevorzugt seine Huren. Nach Geburt eines Thronfolgers tritt Foelsgaard 1768 eine Europareise an. Im dänischen Altona wird jedoch beschlossen, daß er einen Leibarzt braucht, und Thomas W. Gabrielson (Schack Carl Graf Rantzau) holt den Aufklärer Mads Mikkelsen (Johann Friedrich Struensee), der rasch das Vertrauen des Königs gewinnt und sich bei der Pockenbekämpfung Verdienste erwirbt – durch seine Bücher und Schriften auch das Vertrauen von Vikander, was in eine Liebesaffäre mündet. Als der mächtige Rat des Königs Ansinnen ablehnt, Mikkelsen aufzunehmen, löst er ihn auf. Foelsgaard und Mikkelsen führen im rückständige Dänemark reformerierische Maßnahmen ein; durch Dekret bekommt Mikkelsen alle Vollmachten. Da wird Vikander schwanger – von Mikkelsen. Und die Reformen gehen dem Adel ans Geld. So spinnt die Stiefmutter Foelsgaards 1772 eine Intrige. Mikkelsen wird verhaftet und hingerichtet, Vikander nach Celle verbannt. Kurz nachdem Vikander ihren Brief geschrieben hat, stirbt sie.

Lang, aber nicht überlang, und bildlich von hoher Qualität. Und es kommt nicht darauf an, ob alles historisch akkurat ist – es handelt sich um eine Romanverfilmung, und so könnte es gewesen sein. Das eigentliche Verdienst des Films liegt darin, die Beziehung zwischen Struensee und dem König glaubhaft dargestellt zu haben, wobei Foelsgaard deren schwierigeren Part bravourös meistert. Sehenswert.

Mit Trine Dyrholm (Juliane Marie), Cyron Melville (Enevolt Brandt), David Dencik (Ove Hoeg-Guldberg), Bent Mejding (J.H. E. Bernstoff).

Celle, May 1775. The exiled Danish queen Alicia Vikander (Caroline Mathilde) writes to her children in Denmark to find understanding for her story. England 1766. Vikander is preparing to travel to marry the young King Mikkel Boe Foelsgaard (Christian VII). He receives her disinterestedly and proves to have a behavioural problem. He prefers his whores. After the birth of an heir to the throne, Foelsgaard embarks on a trip to Europe in 1768. In Altona, Denmark, however, it is decided that he needs a personal physician, and Thomas W. Gabrielson (Schack Carl Graf Rantzau) fetches the Enlightenment philosopher Mads Mikkelsen (Johann Friedrich Struensee), who quickly wins the king’s trust and earns merit in the fight against smallpox – through his books and writings also the trust of Vikander, which leads to a love affair. When the king’s powerful council rejects Mikkelsen’s request, he dissolves it. Foelsgaard and Mikkelsen introduce reforming measures in backward Denmark; by decree Mikkelsen is given all powers. Then Vikander becomes pregnant – by Mikkelsen. And the reforms cost the nobility money. So Foelsgaard’s stepmother spins an intrigue in 1772. Mikkelsen is arrested and executed, Vikander is banished to Celle. Shortly after Vikander writes her letter, she dies.

Long, but not overlong, and pictorially of high quality. And it doesn’t matter if everything is historically accurate – this is a novel adaptation, and that’s how it might have been. The film’s real merit lies in its credible portrayal of the relationship between Struensee and the king, with Foelsgaard mastering his more difficult part brilliantly. Worth seeing.

 

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