Die Burg der Verräter

Originaltitel:
The Star of India
Star dell India
Alternativtitel:
Der Stern von Indien
Regie:
Arthur Lubin
Autor:
Herbert Dalmas
Denis Freeman
John H. Kafka
Seton I. Miller
Land: GB-I
Jahr: 1954
Länge: 89 min.
Format: 1,37 : 1
in Farbe

Languedoc, ca. 1675. Nach vier Kriegsjahren in Indien kehrt Capitaine Cornel Wilde (Pierre St. Laurent) auf sein Gut zurück – das mittlerweile „wegen Steuerschulden“ von Herbert Lom (Vicomte de Narbonne) an den (Grafen Ladove) verkauft wurde und nun von dessen junger Witwe, der Holländerin Jean Wallace (Katrina) bewohnt wird. Lom lehnt Hilfe ab; Wallace will Wilde das Gut zurückgeben, wenn er ihr einen Saphir „aus Familienbesitz“ beschafft, der sich bei Lom befinden soll. Ein nächtlicher Raubzug zum Lom, der Juwelen sammelt, ergibt eine Shiva Statue als Beute. Wilde gibt sie zurück, als sie den Saphir nicht in sich birgt. Wallace hat ihm gestanden, daß sie im Auftrag der holländischen Regierung nach dem „Stern von Indien“ sucht, der „aus einem Shiva Tempel in Indien gestohlen“ worden sei. Aus Dankbarkeit gewährt Lom Wilde Gastfreundschaft für die Zeit, da Basil Sydney (Ludwig XIV) zu ihm kommt. Lom muß Sydney und Yvonne Sanson (Marquise de Montespan) seine Juwelensammlung zeigen; Wilde entdeckt, daß er den Saphir nun im Knauf seines Degens verbirgt und erreicht, daß Lom ihn zum Duell fordert. Er setzt sich in den Besitz des Saphirs, den er Wallace gibt, bevor Loms Leute ihn festnehmen. Er entflieht zu Wallaces Schiff an der Küste, wo es zum Showdown zwischen ihm und Lom kommt. Lom stirbt.

Ein Film ohne französisches Flair und einer Liebesgeschichte nur als Staffage. Auch die Degenduelle sind ohne Rafinesse. Interessant ist jedoch sowohl die Figur, die Lom spielt und die Edelsteine den Frauen vorzieht, ferner die Manöver, in denen Wilde Lom beim Besuch des Königs austrickst, der das mit Wohlgefallen sieht. Der historische Hintergrund: verschwommen wie die Herkunft des „Star of India“, der heute in einem amerikanischen Museum zu sehen ist. Daß die Niederländer des Films ihn haben wollten, um ihm dem „indischen Volk wiederzugeben“, mag glauben, wer will.

Mit Walter Rilla (Van Horst), Leslie Linder (Maulia), John Slater (Emile), Arnold Bell (Kapitän des Fischerboots).

Languedoc, ca. 1675. After four years of war in India, Capitaine Cornel Wilde (Pierre St. Laurent) returns to his estate – which has meanwhile been sold by Herbert Lom (Vicomte de Narbonne) to (Count Ladove) „because of tax debts“ and is now inhabited by the latter’s young widow, the Dutchwoman Jean Wallace (Katrina). Lom refuses help; Wallace wants to give Wilde back the estate if he will get her a sapphire „from family property“, which is said to be with Lom. A nighttime raid on the Lom collecting jewels yields a Shiva statue as booty. Wilde returns it when it does not contain the sapphire. Wallace has admitted to him that she is searching for the „Star of India“ on behalf of the Dutch government, which has been „stolen from a Shiva temple in India“. Out of gratitude, Lom grants Wilde hospitality for the time that Basil Sydney (Louis XIV) comes to visit him. Lom has to show Sydney and Yvonne Sanson (Marquise de Montespan) his collection of jewels; Wilde discovers that he now conceals the sapphire in the pommel of his sword and manages to get Lom to challenge him to a duel. He puts himself in possession of the sapphire, which he gives to Wallace before Lom’s men arrest him. He escapes to Wallace’s ship on the coast, where there is a showdown between him and Lom. Lom dies.

A film without French flair and a love story only as staffage. The sword duels are also without finesse. Interesting, however, is both the character played by Lom, who prefers gems to women, and the manoeuvres in which Wilde tricks Lom during the visit of the king, who sees this with pleasure. The historical background: blurred like the origin of the „Star of India“, which can be seen today in an American museum. That the Dutch of the film wanted to have it to „give it back to the Indian people“ may be believed by anyone who wants to.

 

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