Der Nächste, bitte

Originaltitel:
Un plan parfait
Regie:
Pascal Chomeil
Autor:
Laurent Zeitoun
Yoann Gromb
Béatrice Fournera
Land: F
Jahr: 2012
Länge: 104 min.
Format: 2,35 : 1
in Farbe

Weihnachtsabend im familiären Kreise. Laure Calamy (Valérie) erzählt von ihrer Trennung und bricht in Tränen aus. Alice Pol (Corinne) erzählt, um sie zu trösten, die Abenteuer ihrer Schwester Diane Kruger (Isabelle). Rückblende. Kruger liebt seit zehn Jahren den stetigen Robert Pagnol (Pierre), aber da in der Familie stets nur die zweite Ehe erfolgreich ist, will sie ihn nicht heiraten. So organisiert ihr Pol eine schnelle Scheinehe in Dänemark, aber der Kandidat erscheint nicht. Stattdessen lernt sie im Flugzeug den Reisejournalisten Dany Boon (Jean-Yves Batier) kennen. Zunächst distanziert, dann als letzte Rettung. Sie fliegt „zufällig“ mit ihm nach Nairobi; lässt sich mit ihm nach dem Ritus der Massai trauen. Zurück in Paris, will sie sich nun mit Pagnol trauen lassen – aber Boon hat die erste Heirat legalisieren lassen. Sie reist zu ihm nach Moskau, um die Einwilligung zu einer Scheidung zu bekommen. Er will nicht; als er ihren Plan erfährt, unterschreibt er. Doch Kruger gewöhnt sich an ihn und die Abenteuer an seiner Seite. Sie will den überorganisierten Zahnarzt Pagnol nicht mehr. Sie heiratet Boon erneut. Ende Rückblende. Am Weihnachtsabend erscheint auch Pagnol, mit dem Calamy sich tröstet.

Eine gepflegte Groteske, aber kein Lachfilm. Die Geschichte ist eine Parabel über Aberglauben und andere menschliche Torheiten – weitgehend von außen betrachtet. Und sie springt – dank der Rückblendentechnik – von Szene zu Szene, wenn zu starke Gewöhnung droht. So ist auch die spröde Krüger nicht fehl am Platze, und Boon kann sein Sprachtalent und Clowns-Neigungen strapazieren.

Mit Jonathan Coen (Patrick), Bernadette Le Saché (Solange), Ètienne Chicot (Edmond), Malonn Lévana (Louise), Olivier Claverie (Maitre Maillard).

Christmas Eve in the family circle. Laure Calamy (Valérie) tells of her separation and bursts into tears. Alice Pol (Corinne), to comfort her, recounts the adventures of her sister Diane Kruger (Isabelle). Flashback. Kruger has been in love with the steady Robert Pagnol (Pierre) for ten years, but since only the second marriage is ever successful in the family, she doesn’t want to marry him. So Pol organises a quick sham marriage in Denmark, but the candidate doesn’t show up. Instead, she meets the travel journalist Dany Boon (Jean-Yves Batier) on the plane. At first distant, then as a last resort. She „accidentally“ flies with him to Nairobi; gets married with him according to the Massai rite. Back in Paris, she now wants to get married to Pagnol – but Boon has had the first marriage legalised. She travels to him in Moscow to get his consent to a divorce. He doesn’t want to; when he learns of her plan, he signs. But Kruger gets used to him and the adventures at his side. She no longer wants the over-organised dentist Pagnol. She marries Boon again. End Flashback. On Christmas Eve, Pagnol also appears, with whom Calamy consoles herself.

A cultivated grotesque, but not a laughing film. The story is a parable about superstition and other human follies – largely seen from the outside. And it jumps from scene to scene – thanks to the flashback technique – when too much habituation threatens. So even the brittle Kruger is not out of place, and Boon can strain his linguistic talent and clown tendencies.

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