Der Junge muß an die frische Luft

Regie:
Caroline Link
Autor:
Ruth Thoma
Vorlage:
"Der Junge muß an die frische Luft", 2014, Bio
Autor Vorlage:
Hape Kerkeling
Land: BRD
Jahr: 2018
Länge: 96 min.
Format: 2,39 : 1
in Farbe

Bockolt 1971. Mit seinen Eltern Söhnke Möhring  (Heinz Kerkeling) und Luise Heyer (Margret Kerkeling) zieht der achtjährige Julius Weckauf (Hans Peter) weg von den Großeltern Hedi Kriegeskotte (Änne) und Joachim Krol (Willi) in die Stadt Recklinghausen. Dort ist er unter den Kindern Außenseiter, bekommt aber ein Pferd von den Großeltern. Im Fasching tritt er als Prinzessin auf. 1973. Der Altbau in Recklinghausen ist marode. Hedi Kriegeskotte, wichtig im Leben von Eckauf, wird krank, stirbt. Auch Heyer, durch chronische Höhlenentzündung schmerzgeplagt, muß in die Klinik, verliert durch eine Operation Geruchs- und Geschmackssinn, wird depressiv. Der Vater ist als Tischler viel unterwegs, Oma Ursula Werner (Bertha) kümmert sich um Weckauf. Der ist schwermütig, macht zwei Wochen Wanderurlaub mit Opa Rudolf Kowalski (Herrmann) in den Bergen. Wenig später nimmt sich Dreyer durch Tabletten das Leben – ohne sich von Weckauf zu verabschieden. Weckauf entwickelt in der Schule und daheim ein komödiantisches Talent. Er macht in einer Schulaufführung auf sich aufmerksam. Er wird Karriere machen.

Grüblerisch, selbstzweifelnd, warmherzig. Einer der besten Filme von Caroline Link befasst sich mit Hape Kerkeling. Ohne Klischees und ohne Mätzchen ziehen Link, die Drehbuchautorin und die Kamerafrau ihn in diesem leisen Film groß, der von Frauen dominiert wird. Sie legen die Wurzeln seiner persönlichen Show frei, wofür er die Vorlage geliefert hat.

Mit Jan Lindner (Mathes Kerkeling), Maren Kroymann (Frau Höttermann), Diana Amft (Frau Kolossa), Kathrin von Steinburg (Frau Klöker), Elena Uhlig (Tante Gertrud), Birgit Schade (Tante Lisbeth), Eva Verena Müller (Tante Annemarie), Katharina Hintzen (Tante Veronika), Nicholas Bodeux (Onkel Kurt).

Bockolt 1971. Eight-year-old Julius Weckauf (Hans Peter) moves away from his grandparents Hedi Kriegeskotte (Änne) and Joachim Krol (Willi) to the town of Recklinghausen with his parents Söhnke Möhring (Heinz Kerkeling) and Luise Heyer (Margret Kerkeling). There he is an outsider among the children, but is given a horse by his grandparents. At carnival he appears as a princess. 1973: The old building in Recklinghausen is dilapidated. Hedi Kriegeskotte, important in Eckauf’s life, falls ill and dies. Heyer, too, is plagued by pain from chronic sinusitis, has to go to hospital, loses his sense of smell and taste after an operation, becomes depressed. The father is away a lot as a carpenter, grandma Ursula Werner (Bertha) looks after Weckauf. He is melancholic and goes on a two-week walking holiday with grandpa Rudolf Kowalski (Herrmann) in the mountains. A little later Dreyer takes her own life with pills – without saying goodbye to Weckauf. Weckauf develops a comedic talent at school and at home. He attracts attention in a school play. He will make a career for himself.

Brooding, self-doubting, warm-hearted. One of Caroline Link’s best films deals with Hape Kerkeling. Without clichés and without gimmicks, Link, the screenwriter and the cinematographer bring him up in this quiet film dominated by women. They uncover the roots of his personal show, for which he provided the template.

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