À la carte – Freiheit geht durch den Magen

Originaltitel:
Délicieux
Regie:
Éric Besnard
Autor:
Éric Besnard
Nicolas Boukhrief
Land: F
Jahr: 2021
Länge: 108 min.
Format: 2,35 : 1
in Farbe

Frankreich 1789. Grégory Gadebois (Pierre Manceron) ist Küchenchef von Benjamin Lavernhe und damit schon des zweiten Duc de Chamfort. Nachdem Gäste die Speisen kritisieren, schwenkt Lavernhe ein und entlässt Gabebois, der in die Posthalterei zurückkehrt, aus der er einst kam. Dort sucht ihn die mittelalterliche Isabelle Carré (Louise) auf, die bei ihm kochen lernen will, und die Hingabe von Essen des Posthalters entwickelt sich zum Geschäft. Lavernhe vermisst Gadebois‘ Kochkunst und lässt ihn bitten, in der Posthalterei ein Mittagessen zu organisieren, schickt dafür Geld und Lakaien. Aber er kommt nicht – zum Glück, denn Carré hatte die „Délicieux“ vergiftet, wegen derer Gabebois einst entlassen worden war. Carré enthüllt, daß sie keine Ex-Kurtisane sei, sondern die Marquise de Varenne, deren Mann Lavernhe einst töten ließ, als sie Lavernhes amouröse Avancen abwies. Gadebois schickt sie fort, verletzt sich aber – sie pflegt ihn. Dann geht sie, doch Gadebois holt sie zurück – und bittet Lavernhe zu einem Essen. Der kommt mit seiner Maitresse –  als er mit anderen Gästen des mittlerweile etablierten Restaurants speisen soll, ist er gedemütigt. Doch am Vorabend der Revolution fürchtet ihn niemand mehr.

Mit Bildern, die häufig Gemälden gleichen, wird das Auge verwöhnt. Die konstruierte Geschichte berührt nur punktuell und dient nur als Vorwand für die Kocherei. Die Einbeziehung der französischen Revolution wirkt eher frivol. Der Duc de Chamfort hat nicht unrecht: Manceron kann sein Geschäft nur für Publikum mit feinem Geschmack betreiben. Manchmal kommt einen das Mahl zäh an.

Mit Guillaume de Tonqédec (Hyacinthe), Christian Bouilette (Jakob), Lorenzo Lefebrve (Benjamin Manceron), Marie-Julie Baup (Marquise de Saint Genet).

France 1789: Grégory Gadebois (Pierre Manceron) is chef to Benjamin Lavernhe, and thus already the second Duc de Chamfort. After guests criticise the food, Lavernhe intervenes and dismisses Gabebois, who returns to the post office where he once came from. There, the middle-aged Isabelle Carré (Louise) seeks him out to learn to cook, and the postholder’s giving away of food deveops into a business. Laverne misses the cooking of Gadebois and has him been asked to arrange for a lunch in the post station, sends many and serrvants for that purpose. But he doesn’t come – fortunately, because Carré had poisoned the „Délicieux“ for which Gabebois had once been dismissed. Carré reveals that she is not an ex-Kurtisane, but the Marquise de Varenne, whose husband Lavernhe once had killed when she rejected Lavernhe’s amorous advances. Gadebois sends her away, but injures herself – she nurses him. Then she leaves, but Gadebois brings her back – and asks Lavernhe to dinner. He comes with his mistress – when he is asked to dine with other guests of the now established restaurant, he is humiliated. But on the eve of the revolution, no one fears him any more.

The eye is treated to images that often resemble paintings. The constructed story touches only selectively and serves only as a pretext for the cooking. The inclusion of the French Revolution seems rather frivolous. The Duc de Chamfort is not wrong: Manceron can only ply his trade for audiences with refined tastes. Sometimes the meal comes across as tough.

 

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