Wetterleuchten um Maria

Regie:
Luis Trenker
Autor:
Ilse Lotz-Dupont
Tibor Jost
Vorlage:
"Im Herbst verblühen die Rosen", 1956, R
Autor Vorlage:
Hans Ernst
Land: BRD
Jahr: 1957
Länge: 88 min.
Format: 1,37 : 1
in Farbe

Erlwies, ca. 1956. Die Wildererei ist im Dorf, geboren aus der Nachkriegsnot, ein Volkssport. Baron Wolf Albach-Retty (Siebenzell) stellt deshalb als dritten Jäger den Förstershelfer Bert Forell (Thomas Sebald) ein, einen Jugendfreund seiner Tochter Katja Kessler (Isabella Siebenzell). Doch Forell, der Wilderer gnadenlos verfolgt, verliebt sich in die Bürgermeisterstochter Marianne Hold (Maria Rösner) und wird zum Rivalen des reichen Jungbauern Harald Maresch (Kaspar Jödl) vom Gurzenhof. Einen nachts stellt Forell Holds Vater, den Bürgermeister Viktor Staal (Rösner), beim Wildern und erschießt ihn in Notwehr. Durch eine Intrige von Stahls Bruder, dem Sägmüller Hannes Schiel (Anton Rösner), gerät Forell unter Mordverdacht. Hold verspricht sich Maresch, der deshalb für Forell aussagt, von den Dörflern in die Schlucht gejagt wird und umkommt. Forell erhält die Freiheit.

Ein Gesellschaftsdrama in den Bergen: das Kollektiv der Wilderer, wozu fast alle gehören, gegen die Gesetzestreuen, und der Law and Order Wahn des Helden wird gehörig in Frage gestellt. Dazu kommt eine starke Versippung, die das Konfliktpotential erhöht. Den Stoff des Volkschriftstellers Ernst hat Trenker geradlinig inszeniert, ohne die Charaktere besonders zu vertiefen.

Mit Mathias Wieman (Pfarrer), Kai Fischer (Kathrin Moser), Paul Richter (Oberförster Anton), Walter Ladengast (Heimerer Sepp), Johanna König (Katherl), Uli Steigberg (Jäger Egger), Ruth Kappelsberger (Anna Rösner, Thomas Schwester), Gerda Maria Klein (Monika), Ruth Müller (Mädchen mit rotem Kopftuch), Willy Schultes (Jäger Holly), Hans Henn (Dr. Kurt von Stein, Rechtsanwalt), Melanie Horeschkowski (Frl. von Malzahn).

Lied: „Das Echo im Tal“, Musik: Harald Böhmelt Text: Ernst Neubach, Walter Brandin. „“Holerida Holereiho“, Gstanzl