Schindlers Liste

Originaltitel:
Schindler's List
Regie:
Steven Spielberg
Autor:
Steven Zaillian
Vorlage:
"Schindler's List", 1982, R
Autor Vorlage:
Thomas Keneally
Land: USA
Jahr: 1993
Länge: 190 min.
Format: 1,85 : 1
schwarz-weiß

September 1939. Der österreichische Unternehmer Liam Neeson (Oskar Schindler) übernimmt in Krakau eine beschlagnahmte Fabrik und produziert mit billigen jüdischen Arbeitskräften Emaille-Artikel für die deutsche Armee. Sein jüdischer Buchhalter Ben Kingsley (Itzhak Stern) kümmert sich um das Wohl der Arbeiter. Neeson rettet ihn vor den Nazis. Im Winter 1942 richtet SS-Kommandant Ralph Fiennes (Amon Goeth) ein Arbeitslager ein. Neeson pflegt mit ihm beste Beziehungen und kann so seine Arbeiter behalten. Als sie dennoch nach Auschwitz sollen, richtet Neeson eine neue Fabrik in Brünnwitz ein und erreicht den Transfer von 1100 Juden dorthin. Frauen, die versehentlich nach Auschwitz gelangen, holt er persönlich dort heraus. Am Ende des Krieges flieht er, mit einem Abschiedsgeschenk seiner ‚Schindlerjuden‘.

Oskar Schindler (1908 – 1974), kein Heiliger, wird in seiner Widersprüchlichkeit gezeigt – in noch grösserer Widersprüchlichkeit freilich Amon Goeth, der SS-Mann, dessen Charakter die Schizophrenie des Nazi-Daseins erhellt. Spielberg hält jedoch seine Schilderungen direkt und sachlich, soweit das Thema dies erlaubt. Ob das Thema in dieser Form einen Spielfilm überhaupt erlaubt, kann diskutiert werden. Zur Betrachtung ein Pflichtfilm.

Mit Caroline Goodall (Emilie Schindler), Jonathan Sagalle (Poldek Pfefferberg), Embeth Davidtz (Helen Hirsch), Malgoscha Gebel (Victoria Klonowska), Shmulik Levy (Wilek Chilowicz).