Schatten (Eine nächtliche Halluzination)

Regie:
Arthur Robison
Autor:
Rudolf Schneider
Athur Robison
Idee:
Albin Grau
Land: D
Jahr: 1923
Länge: 85 min.
Format: 1,33 : 1
schwarz-weiß

Eine Abendgesellschaft. Fritz Kortner und Ruth Weyer haben vier Verehrer von Weyer eingeladen. Kortner ist eifersüchtig, denn Weyers Auserwählter Gustav von Wangenheim kommt Weyer zu nahe. Der Schattenspieler Alexander Granach soll die Gesellschaft unterhalten – er beginnt mit einem chinesischen Liebesstückchen, doch dann verwischen sich Spiel und Realität… von Wangenheim und Weyer verschwinden aus dem Speisesaal – Kortner beobachtet sie an der Tür des Boudoirs der Dame. Die Diener Fritz Rasp und Karl Platen fesseln Weyer auf einen Tisch. Kortner zwingt die Verehrer, sie mit Schwertern zu durchbohren.. danach stürzen sie Kortner aus dem Fenster. Die Realität kehrt zurück. Alle sehen dem Schattenspiel zu und verabschieden sich. Stummfilm.

Die geschickte Auflösung bürgerlicher Tünche in brodelndes Ausleben von primitiven Trieben: dieser Film gilt als Meisterwerk des deutschen Stummfilms, auch deshalb, weil er ohne Zwischentitel auskommt (es wurde für Notfälle auch eine Fassung mit solchen Titeln hergestellt). Doch in der Qualität des erhaltenen Materials, in dicker Schminke und angesichts fehlender Anteilnahme an den als Typen blassen Figuren geht viel von der beabsichtigten Wirkung für ein heutiges Publikum verloren.

Mit Max Gülstorff, Eugen Rex, Ferdinand von Alten (drei Kavaliere), Lilli Herder (Dienstmädchen).