Kamikaze 1989

Regie:
Wolf Gremm
Autor:
Robert Katz
Wolf Gremm
Vorlage:
"Mord pa 31: a vaningen", 1964, R
Autor Vorlage:
Per Wahlöö
Land: BRD
Jahr: 1982
Länge: 105 min.
Format: 1,66 : 1
in Farbe

Bundesrepublik Deutschland, 1989. Eine Bombendrohung am 23. September gegen einen Medienkonzern erweist sich als falsch. Polizeileutnant Rainer Werner Fassbinder (Jansen) erhält von Polizeipräsident Arnold Marquis 4 Tage Zeit, den Fall zu untersuchen und alles selbst zu machen. Am 1. Tag fällt die Personalchefin Brigitte Mira aus dem 13. Stock des Verlagshauses. Am 2. Tag hat Fassbinder einen Verdächtigen und unterzieht ihn einer Schallfolter. Am 3. Tag erzählt der Ex-Mitarbeiter Hans Wyprächtiger (Alex Zerling) Fassbinder über Mord, Vergewaltigung, Diebstahl und falsche Berichte im Konzern. Wyprächtiger versucht Selbstmord. Am 4. Tag. Fassbinder besucht den geheimnisvollen Mann mit der Brille, der im 31. Stock gearbeitet hat, um dort ein neues Blatt vorzubereiten, das zum Denken anregen soll. Die Verlagsleitung düpiert ihn und die anderen. Am Ende explodiert doch eine Bombe im Haus. Das Polizeipräsidium bezieht neue Räume.

Die namenslose Verlagsgesellschaft des Films, die den Publikationsmarkt beherrscht und das Denken verhindern will, würde Filme wie diesen drehen. Pseudobedeutung statt Sinn allüberall, und das Thema ein Gemeinplatz. Auch die Figuren sind klischiert – nur Fassbinder in der Hauptrolle, kurz vor seinem Tode, spielt überhaupt nicht. Er ist einfach nur gelangweilt.

Mit Günther Kaufmann (Anton), Boy Gobert (Konzernchef), Nicole Heesters (Barbara), Richy Müller (Neffe), Jörg Holm (Vizepräsident), Petra Jokisch (Elena), Andreas Mannkopf (Wechselschichtregisseur), Frank Pipploh (Gangster).