Kaltblütig

Originaltitel:
In Cold Blood
Regie:
Richard Brooks
Autor:
Richard Brooks
Vorlage:
"In Cold Blood", 1966, R
Autor Vorlage:
Truman Capote
Land: USA
Jahr: 1967
Länge: 129 min.
Format: 2,35 : 1
schwarz-weiß

15. Nov. 1959, Holcomb, Kansas. Die Strafentlassenen Robert Blake (Perry Edward Smith) und Scott Wilson (Dick Hickock), ermorden eine Farmerfamilie, weil Wilson im Gefängnis gehört hatte, der Farmer John McLiam (Herbert Clutter) habe einen Safe und 10.000 Dollar darin. Sie erbeuten tatsächlich 43 Dollar. Sie fliehen nach Mexiko, kommen zurück. Die Polizei, unter Führung von John Forsythe (Alvin Dewey), verhaftet sie in Las Vegas. Sie werden verhört, überführt, verurteilt und am 14. April 1965 hingerichtet.

In zwei Anläufen beschreiben Capote und Brooks die Einzelheiten des Geschehens, der Vorbereitung der Tat, des Charakters und des Hintergrundes der Täter, und ihres Endes. Die Fülle von Detail und das Fehlen von Emotion, auch in der Beschreibung, erzeugen einen seltsamen Effekt: zwar nähern wir uns den Tätern menschlich, aber nicht nur ihre Tat ist sinnlos, auch der Sinn des restlichen Geschehens entschwindet und ergibt bestenfalls einen klinischen Befund. Kaltblütig sind nicht nur die Täter, sondern auch die sie beschreiben. Näheres dazu findet man im Film ‚Capote‘, 2005, Regie: Bennet Miller.

Mit Paul Stewart (Reporter), Gerald O’Loughlin (Harold Nye), Jeff Corey (Vater von Dick), John Gallaudet (Roy Church), James Flavin (Clarence Duntz), Will Geer (Staatsanwalt), Ruth Storey (Bonnie Clutter), Brenda C. Currin (Nany Clutter), Paul Hough (Kenyon Clutter), Sheldon Allman (Pastor James Post).