Hoch klingt der Radetzkymarsch
Hellmut Andics
Jahr: 1958
Länge: 96 min.
Format: 1,37 : 1
in Farbe
Wien 1852. Feldmarschall Paul Hörbiger (Franz Karl Graf Radetzky von Radetz) beobachtet die Heimkehr des Regiments „Prinz Eugen“. Dessen Leutnant Boy Gobert (Carl von Heymendorf), will mit Erfolg bei Frauen renommieren, blitzt aber bei Johanna Matz (Franzi Lechner), dem Stubenmädchen seiner Tante Susie Nicoletti (Leonie von Heymendorf) ab. Dennoch prahlt Gobert mit ihr vor seinen Kameraden. Oberleutnant Walter Reyher (Stephan Fischbacher), der sich bei Matz eine Ohrfeige geholt hatte, als er sich bei seiner Freundin Winnie Markus (Lina Strobl) rächen wollte, schreibt ein Lied zur Schande der Stubenmädchen. Von Markus im „Praterkollosseum“ gesungen, wird es zum Gassenhauer. Hörbiger ermahnt seine Offiziere, Heiratsversprechen zu halten. Wiewohl Reyer der nun wohlwollenden Matz einen Antrag gemacht hat, führt Matz die Stubenmädchen zum Aufstand. Sie demonstrieren im Praterkollosseum und legen ihre Arbeit nieder, als zu Ehren des Diplomaten Gustav Knuth (Graf Hatzberg zu Eberstein von Gross Lindenstein) ein Ball gegeben wird, der die Verbindung von Gobert zur Lindensteiner Prinzessin Lotte Bav (Clementina Augusta) bewirken soll. Gastgeber Hörbiger spricht mit Matz. Er verspricht, die Sünder seines Regiment zu ermitteln. Sie müssen heiraten oder die Uniform ablegen. Gobert heiratet seine Prinzessin und Hörbiger sorgt dafür, daß die jetzt widerstrebende Matz auf kaiserlichen Befehl Reyer heiratet.
Distanziert, ohne Wien- oder Weinseligkeit inszeniertes Kunstbild der Gesellschaft des alten Wien, farblich und in Dekor und Kostümen wohl ausgestattet, aber ohne Anspruch auf historische Akkuratesse. Passend: Verweise auf K.u.K Vergangenheit bis in die Befreiungskriege. Der vorletzte Film des Altmeisters von Bolvary ist nicht gealtert.
Mit Oskar Sima (Fischbacher) , Chariklia Baxevanos (Mizzi), Heinz Conrad (Schestak), Josef Egger (Franz Lechner), Alma Seidel (Josefine Fischbacher).
Lieder: „Das schönste auf der Welt“, „Im ganzen Kaiserreich“, Musik: Franz Grothe, Text: Kurt Nachmann
Vienna, 1852. Field Marshal Paul Hörbiger (Franz Karl Graf Radetzky von Radetz) watches the return of the Prince Eugen regiment. Its lieutenant, Boy Gobert (Carl von Heymendorf), wants to make a name for himself with women, but is rejected by Johanna Matz (Franzi Lechner), the maid of his aunt Susie Nicoletti (Leonie von Heymendorf). Nevertheless, Gobert brags about her to his comrades. First Lieutenant Walter Reyher (Stephan Fischbacher), who was slapped by Matz when he tried to take revenge on his girlfriend Winnie Markus (Lina Strobl), writes a song to shame the maids. Sung by Markus in the ‘Praterkollosseum’, it becomes a popular hit. Hörbiger admonishes his officers to keep their marriage promises. Although Reyer has proposed to the now benevolent Matz, Matz leads the chambermaids in a revolt. They demonstrate at the Praterkollosseum and stop work when a ball is held in honour of the diplomat Gustav Knuth (Count Hatzberg zu Eberstein von Gross Lindenstein), which is intended to bring about the union of Gobert and the Lindenstein princess Lotte Bav (Clementina Augusta). Host Hörbiger speaks to Matz. He promises to investigate the sinners in his regiment. They must marry or take off their uniforms. Gobert marries his princess and Hörbiger ensures that the now reluctant Matz marries Reyer on imperial orders.
A detached, artful portrayal of old Viennese society, without any romanticism or sentimentality, rich in colour, décor and costumes, but without any claim to historical accuracy. Appropriate references to the imperial past, right up to the wars of liberation. The penultimate film by the old master von Bolvary has not aged.