Erkan & Stefan

Regie:
Michael Herbig
Autor:
Philip Weinges
Günter Knarr
Land: BRD
Jahr: 2000
Länge: 84 min.
Format: 1,85 : 1
in Farbe

Hamburg, Der Verleger Manfred Zapatka (Helmut Eckernförde) meint, sich in den Besitz eines Tonbandmitschnitts der letzten Stunden von Uwe Barschel gesetzt zu haben, des vormaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein. Doch versehentlich löscht seine Tochter Alexandra Neidel (Nina Eckernförde) das Band, das sie für einen Japanisch-Kurs hält, mit auf den Flug nach München, wo sie ihre seelisch erkrankte Mutter Silvia Nentwig (Frau Eckernförde) im Sanatorium besuchen. Doch auch BND und CIA wollen das Band, und deshalb lässt Zapatka Bodyguards für Neidel engagieren – der Job landet bei den retardierten Münchner Szene Deutsch-Türken Erkan Maria Mosleitner (Erkan) und Stefan Lust (Stefan). Die verursachen Chaos, heilen dabei aber die kranken Mutter und retten das Band. Doch auch sie verwechseln Bänder, und so hört man auf der Pressekonferenz an der entscheidenden Stelle deren Dialog darüber, welche Taste die Aufnahmetaste ist. Der Tod Uwe Barschels bleibt ungeklärt.

Das Rundfunk-Komiker Duo, deren Namen Pseudonyme sind, hat für das Kino nur ein begrenztes Potential. So baute man eine möglichst sonor-seriöse Rahmenhandlung um die beiden auf, deren Markenzeichen eine Mischung aus Vulgär- und Szenedeutsch ist. Die beiden haben ihre witzigen Momente, doch der Handlungsrahmen versagt: zu konstruiert ist das Geschehen, und Uwe Barschel dürfte schon anno 2000 kaum jemand mehr gekannt haben… Mit Sigi Terporten (Manfred Carstens), Tom Wilde (Bendig), Luc Feit (Melzer), Monika Manz (Mutter Lust), Peter Rappenglück (Horst Lust), Anna Böttcher (Bunny), Marek Wlodarczyk (Pitbull Rado), Herman Van Ulzen (Professor Schenker).