Die Rothschilds

Alternativtitel:
Aktien auf Waterloo
Regie:
Erich Waschneck
Autor:
C.M. Köhn
Gerhard T. Buchholz
Land: D
Jahr: 1940
Länge: 97 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Frankfurt 1806. Der jüdische Bankier Erich Ponto (Mayer Amschel Rothschild) erhält von Michael Bohnen (Kurfürst Wilhelm IX. von Hessen), der in Bedrängnis vor Napoleon ist, Obligationen über 600.000 Pfund. Er überlässt sie seinem Sohn Carl Kuhlmann (Nathan Rothschild). Der kauft in London dafür Gold, wird von der Gesellschaft geächtet, bekommt dennoch von Walter Franck (Herries, Oberkommissar des britischen Schatzamtes) den Auftrag, Geld für den Feldzug von Waldemar Leitgeb (Herzog Wellington) nach Spanien zu überweisen, was vielen Bankhäusern Europas Provisionen bringt. Bohnen erhält sein Geld mit Zinsen wieder. 1815. Napoleon ist nach seinem Exil auf Elba wieder in Frankreich gelandet und eine europäische Koalition mit englischer Beteiligung wird in Belgien eine Schlacht gegen ihn schlagen. Kuhlmann sorgt über Brieftauben dafür, dass er das Ergebnis frühzeitig erfährt. Während man in London noch an eine Niederlage gegen Napoleon glaubt, kauft er britische Anleihen zu Schleuderkursen auf und macht ein Vermögen.

Mit Subplots aus der englischen Gesellschaft und erklärenden Zwischentiteln ausgestattet, musste dieser prononciert antisemitische Film ein Mißerfolg werden, denn zuviel wurde hineingepackt und davon nichts richtig entwickelt. Auch der antisemitische Aspekt ging daneben: So übel sehen die Rothschilds neben den Briten nicht aus – und wie sie mit Rothschild umgehen, nimmt nicht für sie ein.

Mit Albert Lippert (James Rothschild), Ludwig Linkmann (Leib Hersch), Hans Stiebner (Bronstein), Herbert Hübner (Anthony Turner, Bankier), Hilde Weissner (Sylvia, seine Gattin), Albert Florath (Bearing, BankierI, Gisela Uhlen (Phyllis, seine Tochter), Herbert Wilk (George Crayton), Bernhard Minetti (Fouché, französischer Polizeiminister).

Lied: „Oh Maienzeit“