Die Feuerzangenbowle

Regie:
Helmut Weiß
Autor:
Heinrich Spoerl
Vorlage:
"Die Feuerzangenbowle", 1933, R
Autor Vorlage:
Heinrich Spoerl
Hans Reimann
Land: D
Jahr: 1944
Länge: 95 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Berlin. Bei einer abendlichen Feuerzangenbowle seines Stammtisches wird die Idee geboren, den Schriftsteller Heinz Rühmann (Dr. Hans Pfeiffer), der Privatschüler war, als Primaner im Babenberger Provinzgymnasium zu plazieren, damit er ein Stück Kindheit nachhole. Er erlebt den Schulalltag der Kleinstadt und verliebt sich in Karin Himboldt (Eva), die Tochter des Direktors Hans Leibelt (Knauer). Dabei gerät er in Konkurrenz zu einem seiner Lehrer, dem alternden Erich Ponto (Professor Crey). Im Bemühen, von der Schule geworfen zu werden, inszeniert Rühmann ausgerechnet an dem Tag eine Imitation von Ponto, an dem der Oberschulrat Max Gülstorff die Schule inspiziert, um Pontos Eignung für einen Direktorenposten zu prüfen. Leibel beschwört Rühmann, in seiner Parodie fortzufahren, um Ponto zu helfen. Das tut Rühmann, deckt danach seine Identität als Schriftsteller auf und gewinnt Himboldt..

Zeitlich nicht eingeordnet, obwohl der Kaiserzeit zuzuschreiben, vernachlässigt die zweite Verfilmung des Romans von Spoerl und Reimann die Geschichte zugunsten einer Ansammlung von Anekdoten: purster Eskapismus, der durch eine Reihe erstrangiger schauspielerischer Leistungen und Dichte seiner Atmosphäre besticht. Erste Verfilmung des Stoffes: „So ein Flegel“, 1934, Regie: Robert A. Stemmle. Remake 1970, Regie: Helmut Käutner.

Mit Paul Henckels (Bömmel), Hilde Sessak (Marion), Lutz Götz (Dr. Brett), Hans Richter (Rosen), Clemens Hasse (Rudi Knebel), Rudi Schippel (Luck), Georg-Michael Wagner (Ackermann), Ewald Wenck (Kliemke, Castellan), Anneliese Würtz (Frau Windscheidt).