Der Fluss und der Tod

Originaltitel:
El rio y la muerte
Regie:
Luis Bunuel
Autor:
Luis Bunuel
Luis Alcoriza
Vorlage:
"Muro blanco sobre roca nera", 1953, R
Autor Vorlage:
Miguel Alvarez Acosta
Land: Mex
Jahr: 1954
Länge: 93 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Santa Viviana, Mexiko. Beim Fest zur Geburt eines Sohnes kommt es zu einem Streit und Joaquin Cordero (Gerardo Anguiano) wird Opfer eines Messerstichs. Selbst Arzt, erholt er sich im Krankenhaus und erzählt Silvia Derbez (Elsa) die Hintergründe; die Anguianos wohnen in Matojal, die Menchacas in Santa Viviana, und zwischen den Familien herrscht seit vielen Generationen eine Fehde. Dabei gilt tödliche Rache als Kavaliersdelikt und für den Täter gibt es stets ein Refugium in der Wildnis auf der anderen Seite des Flusses. So war es schon zwischen Corderos Vater Miguel Tooruco (Felipe Anguano), der Victor Alcocer (Polo Menchaca) getötet hatte und der in einem Hinterhalt auf der Strasse erschossen wurde. Auch der ausgleichende alte José Elias Moreno (Don Nemesio) konnte die Fehde nicht beenden. Ende der Rückblende. Cordero, der Polio-Forscher, erhält einen Brief seiner Mutter Columba Domínquez (Mercedes) mit der Aufforderung, ins Dorf zurückzukehren. Er folgt ihr, will aber seinem Widersacher Jaime Fernández (Romulo Menchaca) aus dem Weg gehen. Doch dann sucht auch er die Begegnung. Dem wütenden Fernández bietet er seine Freundschaft an. Als Cordero wieder abreisen will, nimmt Fernández das Angebot an.

Ein poetischer Film, der Menschen als Gefangene ihrer Umgebung, ihrer Traditionen, ihres unrealistischen Ehrgefühls zeigt. Darin liegt seine Stärke. In den Szenen seiner Moderne, der aufgeklärten ‚Mexikaner‘, hier als Gegenbegriff zu den Dorfbewohnern verwendet, verliert sich rasch seine Glaubwürdigkeit – auch im Schluß mit einer unmotivierten Freundschaft als ‚deus ex machina‘.

Mit Carlos Martinez Baena (Don Julian), Alfredo Varela (Chinelas), Miguel Manzano (Don Anselmo), Manuel Dondé (Zósimo Anguiano), Jorge Arriage (Filogonio Menchaca), Roberto Meyer (Dr. de la Garza), Chel López (El asesino), José Munoz (Don Honorio).