Das Schloß in Flandern

Regie:
Geza von Bolvary
Autor:
Curt J. Braun
Land: D
Jahr: 1936
Länge: 90 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Paris, März 1923. Die Sängerin Martha Eggerth (Gloria Delamare) will eigentlich Urlaub machen, tritt aber stattdessen eine überraschend hochdotierte Gesangstournee durch Belgien an. In Ypern wird sie von Hotelportier Kurt Seifert in das nahegelegene Schloß Mezeray umquartiert, wo ihr beim Abendessen ein rätselhafter britischer Offizier, Paul Hartmann (Fred Winsbury) Gesellschaft leistet, der sich im November 1918 mit 5 Kameraden in Eggerths Stimme von einer Schallplatte verliebt hatte. Hartmann verschwindet wieder, Eggerth sucht in London nach ihm, erfährt von seiner ehemals Verlobten Hilde Weißner (Lady Margret Beverly), daß er im November 1918 gefallen ist. Dann sitzt Hartmann wieder im Theater neben Weißner in der Loge: sie hatte 1913 eine Scheckfälschung begangen, die er auf sich nahm. Eggerths wegen möchte Hartmann seine Rehabilitierung, nimmt aber dann aus Rücksicht auf Weißner von einem Skandal Abstand. In Ypern, beim Treffen der überlebenden Offiziere, werden Hartmann und Eggerth ein Paar.

Obwohl man über die Charaktere der füreinander bestimmten Protagonisten wenig erfährt, obwohl das Ganze auch zum Vehikel für Eggerths Gesangsnummern hätte werden können: die ernste, hochromantische Stimmung, die Buch und Regie mit Feingefühl durchhalten, fasziniert durchgängig. Der kosmopolitische Touch des Stoffs trägt dazu bei.

Mit Georg Alexander (Bob Harrogate), Valy Arnheim (Gaspard), Otto Wernicke (Bonnet), Paul Otto (Sir Archibald Winsbury).

Lieder: „Ein neues Leben fängt an“; „Herz, du kennst meine Sehnsucht“. Musik Franz Grothe, Texte Willy Dehmel.