City Hall

Regie:
Harold Becker
Autor:
Ken Lipper
Paul Schrader
Nicholas Pileggi
Bo Goldman
Land: USA
Jahr: 1996
Länge: 107 min.
Format: 1,85 : 1
in Farbe

New York. Der Tod eines kleinen schwarzen Jungen bei der Schießerei, die ein Treffen des Cops Nestor Sarrano (Eddie Santos) mit dem Drogendealer Larry Romano (Tino Zapatti) begleitet, wird von John Cusack (Kevin Calhoun), dem Assistenten des Bürgermeisters Al Pacino (John Pappas) untersucht. Pacino will den demokratischen Parteitag in die Stadt holen und erhofft sich ein Ticket ins weiße Haus. Doch die Ermittlungen, die Pacinos Beziehungen zu Parteichef Danny Aiello (Frank Anselmo) und Richter Martin Landau (Walter Stern) enthüllen und die zeigen, daß er auf Bitten Aiellos bei Landau intervenierte, damit Romano bei seinem letzten Delikt Bewährung erhielt, stoppen die Karriere des beliebten Mannes. Aiello, der mit dem Mafia-Boss Tony Franciosa (Paul Zapatti) befreundet ist, erschießt sich.

Untypisch für einen US-Film über Korruption: Nicht die dramatische Aufklärungseuphorie, nicht die Möglichkeiten, Action zu zeigen, sondern der Versuch, sich ambivalenten Charakteren zu nähern: es gibt keine direkt unsympathischen Figuren, und doch gibt es Verbrechen und Korruption. Und: Frauen spielen keine Rolle darin, wie die nahezu entbehrliche Figur der Anwältin zeigt. Intelligent und gut gespielt.

Mit Bridget Fonda (Marybeth Cogan), David Paymer (Abe Goodman), Richard Schiff (Larry Schwartz), Lindsay Duncan (Sidney Pappas), Lauren Velez (Elaine Santos), Roberta Peters (Nettie Anselmo), Angel David (Vinnie Zapatti), Gery Vichi (Milton, Ober).