Bergkristall

Regie:
Joseph Vilsmaier
Autor:
KLaus Richter
Vorlage:
"Bergkristall", 1845, N
Autor Vorlage:
Adalbert Stifter
Land: BRD
Jahr: 2004
Länge: 90 min.
Format: 2,35 : 1
in Farbe

Hochmontafon 2004: Einer gestressten Familie, Katja Riemann (Karin) und Herbert Knaup (Pul) mit Kindern auf Urlaub, von Lawinenabgängen bedroht, erzählt Dorfpfarrer Max Tidorf (Ernst) eine Geschichte, die ein Vorfahr notiert hat: Ca. 1850. Der Schuhmacher Daniel Morgenroth (Sebastian) aus dem armen Bergdorf Gschaid hat die Färberstochter Dana Vávrová (Susanne) aus dem reichen Bergdorf Millsdorf geheiratet. Sie ist zu ihm gezogen. Die Dörfer sind durch den Schneeberg getrennt und die Bevölkerung miteinander verfeindet. Die Kinder der beiden, Josefina Vilsmaier (Sanna) und Francois Göske (Konrad), werden in Gschaid so wenig wie Vávrová akzeptiert. Deshalb zieht Vávrová wieder zu ihren Eltern; die Kinder bleiben beim Vater und besuchen die Mutter häufig. Am Heiligabend verirren sie sich auf dem Rückweg zu Fuss. Sie übernachten in einer Eishöhle auf dem Schneeberg. Die Suchaktion nach ihnen, die von beiden Dörfern ausgeht, führt schließlich zur Versöhnung aller.

Stifter war ein sensibler, filigraner Autor. Da äusserlich bei ihm nicht viel geschieht, hat Vilsmaier versucht, ein bisschen nachzubessern. Nur das Filigrane, das Innere, gelingt ihm gar nicht. Dialoge und Szenenaufbau sind unvermittelt und hölzern, die inneren Motivationen kaum glaubhaft. Am ehesten klappt es bei den beiden Kindern – aber die reden dafür preussisch.

Mit Christian Nickel (Andreas, Bürgermeister), Jürgen Schornagel (Färber), Thomas Wlaschiha (Schafhirt Philipp), Andreas Nickl (Holzknecht Michl), Paula Riemann (Karin), Frederick Lau (Marc), Reinhard Forcher (Leitnerbauer), Ulrike Beimpold (Leitnerbäurin), Teresa Vilsmaier (Maria, ihre Tochter).