Letters From Iwo Jima

Regie:
Clint Eastwood
Autor:
Iris Yamashita
Paul Haggis
Land: USA
Jahr: 2006
Länge: 135 min.
Format: 2,35 : 1
in Farbe

Iwo Jima, eine japanische Insel im Pazifik, 1945. Die Insel ist für Japaner und Amerikaner strategisch wichtig. Um sie vor einer Einnahme durch die Amerikaner zu retten, wird Generalleutnant Ken Watanabe (Tadamichi Kuribayashi) dorthin entsandt. Der lässt die Gefechtsstellungen des fanatischen Shidou Nakamura (Ito) vom Strand entfernen und ein Tunnelsystem graben. Verstärkung kommt mit Tsuyoshi Ihara (Baron Nishi), einem berühmten Springreiter. Der angeforderte Nachschub bleibt aus. Die Amerikaner überrennen den Strand; die Japaner müssen sich zurückziehen. Einige begehen Selbstmord. Watanabe versucht einen letzten Angriff, dann begeht auch er Selbstmord. In der Gegenwart werden Briefe japanischer Soldaten auf der Insel gefunden, die nie abgesandt wurden.

Ob es Eastwood gelungen ist, in die Kultur des alten Japan einzudringen und Persönlichkeiten seiner Geschichte darzustellen, mag offenbleiben. Aber dass er versucht hat, in Abstand zu einem bitter geführten Krieg ohne Einschränkung aus dem Blickwinkel des alten Feindes darzustellen, und eine Identifizierung des Zuschauers mit der japanischen Seite zu erzeugen – das verdient höchsten Respekt. Mit ausbleichender Tönung photographiert. Dieselben Geschehnisse hat er, aus amerikanischer Sicht, in „Flags of Our Fathers“, kurz zuvor dargestellt.

Mit Kazunari Ninomiya (Saigo), Ryo Kase (Shimizu), Hirosji Watanabe (Leutnant Fujita), Takumi Bando (Kapitän Tanida), Yuki Matsuzaki (Nozaki).