Friederike

Regie:
Fritz Friedmann-Frederich
Gabriel Pascal
Autor:
Fritz Friedmann-Frederich
Vorlage:
"Friederike", 1928, Opt
Autor Vorlage:
Franz Lehár (Musik)
Ludwig Herzer
Vorlage:
Fritz Beda-Löhner
Land: D
Jahr: 1932
Länge: 89 min.
Format: 1,37 : 1
schwarz-weiß

Straßburg 1771. Student der Rechte Hans Heinz Bollmann (Johann Wolfgang Goethe) und sein Freund Otto Wallburg (Wagner) führen ein fröhliches Leben. Bei einem Ausflug ins nahe Sesenheim lernt Bollmann Mady Christians (Friederike Brion), Tochter des dortigen Pfarrers Paul Hörbiger (Johann Jakob Brion) kennen und verliebt sich in sie, will sie gar heiraten. Dagegen spricht sich sein Vater Ferdinand Bonn (Johann Caspar Goethe) aus. Zudem will Eduard von Winterstein (Knebel), ein Emissär des jungen Herzogs von Weimar, ihn nur unverheiratet an den dortigen Hof holen. Bollmann will deshalb seinen Ruf ablehnen, aber Christians, durch Wallburg und Winterstein beeinflußt, tut so, als sei es ihr mit Bollmann nicht mehr ernst. Der geht nach Weimar.

Nichts spricht dagegen, die Jugend Goethes aus einem Singspiel in einen Film zu verwandeln. Doch hier, ungeachtet schöner Bilder, sind Goethe und auch Friederike persönlich völlig unkonturiert – Goethe trägt immerhin noch das Etikett „Dichter“. Das mindert das Vergnügen erheblich. Auch die Musik von Franz Lehár ist eher schwach – obwohl die Vorlage ein Erfolg war. Wallburg und Sandrock können nicht retten.

Mit Ida Wüst (Magdalena Brion), Else Elster (Salomea Brion), Veit Harlan (Herzog Karl August von Weimar), Karl Meixner (Jakob Michael Reinhold Lenz), Adele Sandrock (Madame Schöll), Theo Lingen (der lachende Herr).

Lieder: „All mein Fühlen, all mein Sehnen“, „Elsässer Kind“, „Oh Mädchen mein Mädchen“, „Oh wie schön, wie wunderschön“, „Sah ein Knab ein Röslein stehn“, „Warum hast Du mich nicht wachgeküsst“, „Was kümmert mich die ganze Welt“, „Trari, Trara“, „Trallalla – die Mädchen sind nur zum Küssen da“, „Ich denke Dein“, „Ein Vögelein“. Musik:  Franz Lehár Texte: Ludwig Herzer, Fritz Löhner-Beda.

Strasbourg, 1771. Law student Hans Heinz Bollmann (Johann Wolfgang Goethe) and his friend Otto Wallburg (Wagner) lead a carefree life. On an outing to nearby Sesenheim, Bollmann meets Mady Christians (Friederike Brion), daughter of the local vicar Paul Hörbiger (Johann Jakob Brion), and falls in love with her; he even wants to marry her. His father, Ferdinand Bonn (Johann Caspar Goethe), is opposed to this. Furthermore, Eduard von Winterstein (Knebel), an emissary of the young Duke of Weimar, wishes to bring him to the court there only if he remains unmarried. Bollmann therefore intends to decline the invitation, but Christians, influenced by Wallburg and Winterstein, pretends that she is no longer serious about Bollmann. He goes to Weimar.

There is no reason not to adapt Goethe’s youth from a Singspiel into a film. Yet here, despite the beautiful imagery, Goethe and Friederike remain utterly undefined as characters – Goethe, after all, is still merely labelled a ‘poet’. This detracts considerably from the enjoyment. Franz Lehár’s music is also rather weak – even though the original was a success. Wallburg and Sandrock cannot save it.

 

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