Die Mumie

Originaltitel:
The Mummy
Regie:
Alex Kurtzman
Autor:
David Koepp
Christopher McQuarry
Dylan Kusman
Land: USA
Jahr: 2017
Länge: 93 min.
Format: 2,39 : 1
in Farbe

England 1127. Ein Kreuzritter wird mit einem altägyptischen Rubin begraben. London 2017. Beim Bau eines Eisenbahntunnels unter der Stadt wird dies Grabmal entdeckt. Russell Crowe (Dr. Henry Jekyll) meint, mit dieser Entdeckung löse sich ein altes Rätsel des Altertums, das der aus der Geschichte gelöschten ägyptischen Prinzessin Sofia Boutella (Ahmanet), die sich, als ihr durch einen unerwarteten Bruder die erwartete Herrschermacht verloren ging, ihren Vater umbrachte und sich mit Javier Botet (Set) verbündete, dem Gott des Todes. Sie wurde lebendig mumifiziert und weit weg der Heimat verbracht. Irak 2017. Der US Soldat Tom Cruise (Nick Morton) überredet seinen Kameraden Jake Johnson (Chris Vail), in einem Dorf, im Haram, nach Altertümern zu suchen – den Tip hat er einer Bekanntschaft, Annabelle Wallis (Jennifer Halsey) gestohlen. Im Dorf greifen Partisanen die beiden an, doch ein Luftangriff verjagt sie. Dabei wird eine große Höhle freigelegt. Wallis erscheint auf der Bildfläche. Die Höhle enthält den Sarkophag von Boutella, die sich nun als von Cruise befreit ansieht. Das Flugzeug, das den Sarkophag, Cruise, Johnson und Wallis nach England bringt, lässt sie bei Oxford abstürzen. Es entspinnt sich ein Kampf zwischen Boutella und Crowe, für den Wallis arbeitet und der vorgibt, mit seiner Organisation Prodigium gegen das Böse zu kämpfen. In Cruise verkörpert sich Botet, der sich aber am Ende gegen Boutella und für Wallis entscheidet.

Der Versuch, erneut an der „Mummy“-Saga von Universal Pictures zu spinnen, enthält im Drehbuch interessante Anlagen. Schon im Karl Freundschen Opus 1 war die Figur der Mumie zwar unheimlich, aber nicht unsympathisch angelegt. Hier nun sind Held und Heldin weder besonders sympathisch geschrieben oder besetzt, Boutella als Prinzessin punktet etwas mehr, obwohl es nicht um ihre Liebe, sondern um ihre Macht geht, und Bösenbekämpfer Crowe wird offen als Jekyll and Hyde Figur dargestellt. Doch die Inszene bietet eine Überdosis „Spuk zu Zwecken bloßen Nervenkitzels“, dessen Abwesenheit wir bei Freund gelobt hatten. Das zerstört die guten Anlagen. In der deutschen Fassung um mehr als 10 Minuten gekürzt: TV-Länge des Originals: 111 Minuten.

Mit Courtney B. Vance (Col. Greenway), Marwan Kenzari (Malik).

England 1127. A crusader is buried with an ancient Egyptian ruby. London 2017. During the construction of a railway tunnel under the city, this tomb is discovered. Russell Crowe (Dr Henry Jekyll) thinks this discovery solves an ancient mystery of antiquity, that of the Egyptian princess Sofia Boutella (Ahmanet), erased from history, who, when she lost her expected ruling power to an unexpected brother, killed her father and allied herself with Javier Botet (Set), the god of death. She was mummified alive and taken far from home. Iraq 2017. US soldier Tom Cruise (Nick Morton) persuades his comrade Jake Johnson (Chris Vail) to search for antiquities in a village, in the HIaram – he stole the tip from an acquaintance, Annabelle Wallis (Jennifer Halsey). In the village, partisans attack the two, but an air raid chases them away. In the process, a large cave is uncovered. Wallis appears on the scene. The cave contains the sarcophagus of Boutella, who now considers herself freed from Cruise. The plane carrying the sarcophagus, Cruise, Johnson and Wallis to England crashes near Oxford. A battle ensues between Boutella and Crowe, for whom Wallis works and who pretends to fight evil with his organisation Prodigium. Cruise embodies Botet, but in the end he decides against Boutella and for Wallis.

The attempt to spin again on Universal Pictures‘ „Mummy“ saga contains interesting assets in the script. Already in Karl Freund’s Opus 1, the figure of the mummy was sinister but not unsympathetic. Now here, hero and heroine are neither written nor cast particularly sympathetically, Boutella as the princess scores a little more, although it’s not about her love but her power, and evil-fighter Crowe is openly portrayed as a Jekyll and Hyde figure. But the scene offers an overdose of „spooks for the sake of mere thrills“, the absence of which we had praised in Freund. This destroys the good facilities. Shortened by more than 10 minutes in the German version.

 

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